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  • AutorenbildClaudia Mader

Freundschaft unter Bäumen

Aktualisiert: 24. Sept. 2023

Liebe Baumfreunde, ist das denn möglich? Freundschaft oder Partnerschaft unter Bäumen?

Immer wieder sieht man verschlungen gewachsene Bäume und es begeistert mich jedes Mal aufs Neue.

Es fasziniert mich, wie sie zusammen wachsen und umschließend und verbunden da stehen, so als ob sie sich innig umarmen würden. Oftmals sind es ganz unterschiedliche Arten, und das fasziniert mich umso mehr. Wie kommt es dazu, dass sie sich gegenseitig genügend Platz auf engstem Raum überlassen und miteinander in die Höhe wachsen?

Verwachsungen einer Baumart gibt es öfters auch innerhalb von Baumkronen. Speziell bei Bäumen mit dünner Rinde. Die Äste berühren sich und reiben aneinander. Der Abrieb löst die Rinde und mit der Zeit verwachsen sie ineinander. Denn das Gewebe verschmilzt sozusagen miteinander und sie teilen sich sogar eines Tages die Wasser- und Nährstoffleitbahnen. Diese Verbindungen sind sehr haltbar und können dadurch auch der Kronenstabilität zugutekommen.

Bei verschiedenen Baumarten ist aufgrund der unterschiedlichen Rindenbeschaffenheit eine Verschmelzung nicht möglich. Die aufeinandertreffenden Gewebe sind zu ungleich um sich zu verbinden. Jedoch ein umwachsen ist möglich und die jeweiligen Baumteile behalten ihre eigenen Strukturen. So überleben beide und wachsen wie ein umschlungenes Paar untrennbar auf engstem Raum gemeinsam.

Wunderbar gelöst, nicht wahr?


Können wir hier eine Parallele bei uns Menschen erkennen?

Sind wir nicht auch damit vertraut, dass es mit manchen Menschen problemlos möglich ist in gewisser Weise zu verschmelzen? Es gibt viele Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen und man harmoniert wunderbar ohne es benennen zu können.

Aber muss es immer eng und harmonisch sein?

Wie ist es mit jenen Menschen, mit denen man nur in bestimmten Situationen oder etwa nur einer Lebenslage übereinstimmt und sich trotzdem untrennbar verbunden fühlt? Ein gemeinsames wachsen erweist sich als schwierig oder scheint gar unmöglich. Gegensätze, Verschiedenartigkeit und Besonderheiten treffen aufeinander.

Dennoch hat man das Bedürfnis sich dann und wann ganz eng zu umschlingen und trotzdem das Gefühl, es ist richtig wie es ist.

Birgt die Vielfalt der Individuen nicht auch eine ebenso große Vielfalt an Arten von Verbindungen?

Freunde, Partnerschaften, eng verschmolzen oder manches Mal umschlungen...was auch immer. Muss es definiert und bezeichnet werden, liebe Baumfreunde? Ist es nicht das Wichtigste ein gutes, wohliges Gefühl mit den Menschen zu haben, mit denen man sich gegenwärtig umgibt und vertraut macht?



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