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  • AutorenbildClaudia Mader

Der Natur folgen...oder... was uns unterscheidet...

Aktualisiert: 12. Jan.

Liebe Baumfreunde, es ist schon eine Weile her seit dem letzten Beitrag. Eine Zeit des Rückzugs drängt sich manchmal auf. Auch wenn es so Vieles zu erzählen gibt über die wunderbaren Bäume, den Wald und die Natur. Manchmal ist es Zeit innezuhalten, ruhig zu werden. Womöglich lädt uns die Natur auch dazu ein. Denn sie scheint mitunter still zu stehen, eine Pause einzulegen und abzuwarten auf den erneuten Beginn, wo alles wieder anfängt sich zu regen, aufzukeimen und sich zu entfalten.

Gerade ging das Jahr zu Ende und unmittelbar danach fing ein Neues an. Ende und Anfang stehen so nah beieinander wie Dunkelheit und Licht, zurückziehen und wieder öffnen, Stille und Offenbarung.

Ohne es aktiv zu planen, kommt man dennoch nicht umhin über das vergangene Jahr nachzudenken. Am letzten Tag oder vielleicht sogar vorher, läuft es ungewollt wie ein Film vor unserem geistigen Auge noch einmal ab. Markante Ereignisse, Gefühle, Schönes, Schwieriges, Trauriges, vielleicht sogar Kämpfe die wir durchlebten und angenehm Wohltuendes das wir erfuhren. Wie ein hügeliger Weg der nun hinter uns liegt, manchmal unüberwindbar steil und mühselig, dann wieder fließend leicht mit weichem Untergrund und treibender Kraft leicht vorwärts zu gehen. Neues hat sich aufgetan, Anderes galt es auf dem Weg zurückzulassen und Manches wurde uns schmerzhaft entrissen, ohne jegliche Möglichkeit es festzuhalten. Zeitweilig schleudert es uns entlang des Weges und selbst wenn wir versuchen gegenzusteuern, reißt es uns doch mit. Wie ein Wirbelwind der uns sanft aber bestimmt weiterträgt. Und ehe wir uns Versehen stehen wir wieder an einem neuen Anfang. Es geht weiter und es werden wieder anstrengende Aufstiege kommen, gerade Strecken und fließende Ebenen, die wir am liebsten nie wieder verlassen möchten.

Wir können uns Ziele setzen und eisern und unbeirrbar darauf hinsteuern oder auch neugierig sein wie der neue Weg aussieht, was hinter dem einen Hügel kommt und auf der anderen Ebene auf uns wartet. Wie die Natur, die sich vertrauensvoll den Umständen und Gegebenheiten hingibt und sich immer wieder einlässt.

Klingt das ein wenig zu einfach, regelrecht naiv? Ist unser Wesensmerkmal nicht der Verstand und unsere Entscheidungsfähigkeit, die uns von anderen Lebewesen unterscheidet, geradezu abhebt? Sind wir nicht verpflichtet als Menschen so viel wie möglich hervorzubringen und aus unserem Leben herauszuholen? Nun denn. Nicht selten fühlt sich unsere menschliche Welt wie eine eigene, parallele Wirklichkeit an. Unnatürlich. Wir leben in einer unglaublichen Welt des Wettbewerbs, einer Welt des permanenten beobachtet Werdens, eine rasende Welt von bunten Bildern, schnellen, stakkatoartigen Eindrücken und strengen Bewertungen.

Eine Welt des Scheins und Mitspielens nach Schema F.

Eine Welt der Einstufung und Kategorisierung. Dürfen wir es uns erlauben so zu sein wie wir sind, unserem eigenen Weg zu folgen? Tun wir das was wir sollen oder das was uns glücklich macht?

Alles was wir sehen wird oft sofort einer Beurteilung unterzogen.

Es ist schön oder nicht schön, gut oder nicht gut, warum ist es genauso und wie sollte es sein? Können wir überhaupt etwas oder jemanden ohne Wertung ansehen? Uns selbst? Verwehren wir uns nicht sogar etwas unglaublich Großartiges, wenn wir so wertend denken?

Und zwar es einfach zu betrachten, uns daran zu erfreuen und dadurch genau da zu sein wo wir sind. In diesem Moment der wertfreien Beobachtung der Vielfalt, vermögen wir so undenkbar viel zu entdecken. Jedes noch so kleine Detail. Dabei scheint die Zeit still zu stehen.

Ob wir die Knospen, Blüten oder Früchte eines Baumes ansehen, einen Käfer, oder einen Vogel beobachten oder gar ob wir einen Menschen genau anblicken. Wir werden bei allem vom Staunen nicht herauskommen wie vielfältig und faszinierend jedes Lebewesen doch ist.

Liebe Baumfreunde, ob wir uns die großen Fragen des Lebens stellen oder Schritt für Schritt unserem Weg folgen, am Ende zählt doch unser eigenes Gefühl mit uns selbst, mit dem was wir tun und wie wir uns anderen Geschöpfen gegenüber verhalten, nicht wahr?






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