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Baum des Jahres 2026 - die Lärche

  • Autorenbild: Claudia Mader
    Claudia Mader
  • vor 9 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Liebe Baumfreunde, ich kann gar nicht ausdrücken wie sehr es mich freut, dass die Lärche im Jahr 2026 zum Baum des Jahres gekürt wurde. Denn die Lärche ist wahrlich einer meiner Lieblingsbäume. Larix decidua, schon ihr wissenschaftlicher Name klingt wie eine Melodie. Eine Melodie die Ausstrahlung und Stärke in Einem vereint. Denn die Lärche verkörpert beides: eine zarte, anmutige Schönheit - insbesondere im Herbst - und zugleich eine selbstbewusste, kraftvolle Präsenz in ihrer gesamten Erscheinung.

Als Lichtbaumart strebt sie empor dem Licht entgegen und ragt oft weit über die anderen Baumkronen hinaus. Und genau das möchte sie auch uns vermitteln: Aufrichtung. Licht. Wärme.

Die Lärche bringt Helligkeit in dunkle Gedanken, Wärme in innere Kälte und Ruhe in bewegte Zeiten. Ihre tief verwurzelte Kraft schenkt Erdung, wenn Unsicherheit und Melancholie an uns zerren. Sie stärkt unseren Mut, richtet uns innerlich auf und unterstützt uns dabei, alten verhärteten Mustern mit neuer geistiger Leichtigkeit zu begegnen. Ihr Duft wirkt befreiend, er vertieft die Atmung, klärt den Geist und hilft, die Angst vor Neuem oder Ungewissem loszulassen.

Etwas ganz Besonderes ist auch das Harz der Lärche. Einst als venezianisches Terpentin geschätzt, ist es heute noch bekannt für seine stark antiseptische Wirkung in Salben, und als schmerzlindernde Einreibung bei rheumatischen Beschwerden und Gicht.

Der hohe Harzgehalt macht auch das Lärchenholz sehr wertvoll für Holzkonstruktionen im Außenbereich, da es auf natürliche Weise imprägniert ist. Es trotzt Wind und Wetter und bewahrt dabei seine Widerstandskraft.

Eine weitere Einzigartigkeit der Lärche ist der Abwurf ihres Nadelkleides im Herbst. Ihre weichen, zarten Nadeln besitzen keine schützende Wachsschicht und sind daher nicht gegen Verdunstung geschützt. Sie fallen ab, werden zu wertvollem Humus und nähren neues Leben. Und im Frühjahr treiben sie wieder in frischem, hellem Grün von Neuem aus. Als einziger heimischer Nadelbaum erfreut sie uns zuvor noch mit einem unglaublichen Farbspektakel in leuchtendem Goldgelb. Inmitten ihrer immergrünen Verwandtschaft erkennen wir sie daher schon von Weitem. Die Borke älterer Bäume ist tief rissig, fast wie ein schützender Panzer.

Mit einer stattlichen Höhe von bis zu 30 oder sogar 40 Metern ist die Lärche ein Baum der mich oft einfach mit Staunen erfüllt, wenn ich direkt unter ihr stehe und am Stamm entlang ganz nach oben blicke.


Liebe Baumfreunde, nun wisst ihr, wann die Lärche euch besonders unterstützen und begleiten kann. Scheut euch nicht, sie zu besuchen!

Und vielleicht habt ihr das Glück, in den kommenden Monaten eine ihrer zarten, bezaubernden Blüten zu entdecken.


 
 
 

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