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  • AutorenbildClaudia Mader

Darf ich vorstellen - die Kastanie

Aktualisiert: 1. März 2023

Liebe Baumfreunde, zurzeit gerne und oft verspeist wird die Kastanie, deswegen möchte ich euch heute den Baum dazu vorstellen.

Die Edelkastanie auch als Esskastanie oder Marone bezeichnet, ist wärmeliebend und braucht viel Licht und viel Platz um sich voll und ganz zu entfalten.

Sie kann Staunässe nicht leiden und verträgt keine Spätfröste, jedoch mag sie sauren Boden.

Ihr wissenschaftlicher Name lautet Castanea sativa, das klingt echt toll, nicht wahr!

Er leitet sich vom lateinischen "castanea" und althochdeutschen "chestina" wie mittelhochdeutschen "chesten" ab. Das finde ich deshalb interessant, weil man diese Ausdrücke auch in verschiedenen Mundartformen wiederfindet.

Bitte nicht verwechseln mit der Rosskastanie - die beiden Hübschen haben zwar ähnliche Früchte, sind jedoch nicht im Geringsten verwandt.

Es dauert ca. 20 Jahre bis die Kastanie das erste Mal blüht, und diese weißen Kätzchen riechen recht unangenehm. Dafür werden wir im Herbst reichlich mit den köstlichen Früchten beschenkt, die in einen stacheligen Fruchtbecher eingehüllt sind. Dieser öffnet sich, wenn die Kastanien, in der Botanik korrekt als Nüsse bezeichnet, voll reif sind.

Auch Tiere mögen sie sehr und verstecken sie gerne als Nahrungsvorrat im Boden.


Die Kastanie, die stattliche 30m hoch werden kann und über 500 Jahre alt, ist nicht nur durch ihre Früchte ein attraktiver Baum für uns Menschen. Auch das Holz ist sehr wertvoll und verschiedenartig verwendbar. Es ist ausgesprochen dauerhaft und biegsam und wird im Lawinen- und Wasserbau eingesetzt, sowie zu Eisenbahnschwellen, Kinderspielplatzgeräten und Fassdauben verarbeitet.

Schon seit jeher wird die Kastanie als Fruchtbaum kultiviert und ihr Holz verwendet.

In Berggebieten mit langen Wintern war sie eine wichtige Nahrungspflanze und sicherte manchen Völkern ihr Überleben. Durch den hohen Zucker- und Stärkegehalt sowie Eiweiß konnte sie abwechslungsreich die Kost der Menschen aufwerten. Kastanien wurden geröstet, gekocht, zu Mehl und Grieß gemahlen und als Brot oder Polenta weiterverarbeitet.


Nun liebe Baumfreunde, lasst euch die wertvollen Früchte der Edelkastanie weiter schmecken!



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