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  • AutorenbildClaudia Mader

Warum werfen Laubbäume im Herbst ihre Blätter ab?

Liebe Baumfreunde,

ihr habt euch diese Frage sicher auch schon einmal gestellt. Im Grunde ist es ganz einfach erklärt: Bäume bereiten sich im Herbst für den Winter vor indem sie das Wachstum einstellen und Nährstoffe in Stamm und Wurzeln einlagern.

Um die Blätter von der Wasserversorgung abzutrennen, verschließt ein Baum die Blattstiele. Das bewahrt ihn davor im Winter nicht zu verdursten oder zu vertrocknen.

Durch den gefrorenen Boden im Winter steht ihm das Wasser nämlich nicht zur Verfügung, und aufgrund der Verdunstung über die Blätter würde er verdursten. Durch den Laubabwurf können Bäume also lange ohne Wasser auskommen. Aber was genau geht da im Baum vor?

Beim Austrieb im Frühjahr ist bereits eine Trennungszone an der Blattstielbasis angelegt, die im Herbst aktiviert wird. Und zwar dadurch dass das Blatt durch Austrocknung schrumpft.

Danach ist eine sogenannte Blattnarbe zu erkennen, die schnell wieder verschließt.

Manche Bäume wie Eiche und Hainbuche, behalten ihre vertrockneten Blätter über den Winter und werfen sie erst im Frühjahr beim neuen Austrieb ab. Diese haben kein Trenngewebe, sondern Zellen die die Nährstoffbahnen verstopfen. Doch das Entziehen und Einlagern der Nährstoffe bewirkt nicht nur den Laubfall. Auch das Verfärben der Blätter wird dadurch ausgelöst. Das Blattgrün, das sogenannte Chlorophyll, wird ebenfalls im Baum eingelagert weil es Stickstoff enthält. Dadurch kommen wiederum andere Farben zum Vorschein. Diese gelben und rötlichen Farbstoffe werden Carotine genannt und können endlich die Blätter in ihrer vollen Schönheit strahlen lassen. Je trockener die Witterung im Herbst, desto intensiver die Verfärbung der Blätter.


Diese nützliche und natürliche Funktion für die Bäume ist für uns ein wunderbares, farbenfrohes Naturschauspiel. Danke für dieses Geschenk!






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